Konzert mit dem Orchester "Collegium Musicale Bingen", 24. Sept. 2011

Plakat für das Konzert mit dem Orchester 'Collegium Musicale Bingen'Am Samstag, 24. September 2011, 19.00 Uhr, spielte das Orchester "Collegium Musicale Bingen" unter der Leitung von Wolfgang Thiel in der Evangelischen Kirche Mainz-Ebersheim.

Das Programm

  • Joh. Seb. Bach (1685 – 1750): Konzert d-moll   BWV 1043, für zwei Violinen und Streichorchester
    Sätze: Vivace, Largo ma non tanto, Allegro
    Solisten: Ursula Bohmeier-Brandt, Anna Kogut

    J.S. Bachs sogenanntes ‚Doppelkonzert’ gehört zu den meistgespielten und bekanntesten Werken des Meisters. Über seine Entstehungszeit gibt es keine belastbaren Angaben. Sie dürfte Forschungen zufolge in seine Köthener Zeit fallen (1717 – 1723), wo er als Kapellmeister wirkte und wo auch die Brandenburgischen Konzerte entstanden, für die er ein entsprechendes Ensemble zur Verfügung hatte.

  • Marko Mihevc (* 1957): Flossg’schichten
    Sätze: Andante moderato, Allegro (poco) moderato-Allegro vivace, Allegro molto vivace, Pizzicato, Prestissimo

    Marko Mihevc wurde 1957 Ljubljana geboren. Er studierte Kom-position, Dirigieren und Analyse in Ljubljana und Wien. Seit 1995 hat er eine Professur für Komposition in Ljubljana inne. Sein Werkverzeichnis ist recht umfangreich und enthält Musik für großes Orchester, Kammermusik, Opern- und Chorkompositionen.

  • S. Rachmaninow (1873 – 1943): Romanze und Scherzo
    Sätze: Andante espressivo, Allgro

    Sergej Rachmaninow kam in Semjonowo zur Welt und starb in Beverly Hills. 1917 verließ er Russland und ließ sich 1918 in den USA nieder, wo er hauptsächlich als Pianist konzertierte. ‚Romanze und Scherzo’ ist ein Werk aus seiner Studienzeit, wohl als Streichquartett konzipiert und für Streichorchester umgearbeitet. Es wurde 1891 uraufgeführt.

  • Astor Piazzolla (1921 – 1992): Fuga y Misterio
    Arr. für Streicher: Wolfgang Thiel)

    Astor Piazzolla, in Mar del Plata, Buenos Aires, geboren und auch dort gestorben, gilt als Erneuerer des Tango. Dies gelang ihm, indem er Elemente des Jazz und der Klassik mit dem argentinischen Tango vermischte. Er studierte u. a. bei Alberto Ginastera und später bei Nadia Boulanger in Paris. Dort erhielt er näheren Zugang zur Musik J. S. Bachs, den er sehr verehrte und dem er in mehreren Tango-Fugen seine Reverenz erwies.

  • W.A. Mozart (1756 – 1791): Divertimento F-Dur   KV 138
    Sätze: Allegro, Andante, Presto

    W. A. Mozarts drei Divertimenti KV 136, 137 und 138 entstanden um 1772 in Salzburg und heißen daher auch ‚Salzburger Sinfonien’. Sie wurden für ein reines Streicherensemble konzipiert. Sie werden gerne in solistischer Quartettbesetzung wie auch in chorischer Ausführung aufgeführt, da Mozarts Stimmenbezeichnung beide Lesarten zulässt.

Das Orchester, der Dirigent und die Solistinnen

  • Das Collegium musicale Bingen wurde im Jahre 1991 gegründet und ist ein Streicher- Kammerorchester, das im Großraum Bingen- Bad Kreuznach- Mainz Konzerte gibt. Dort sind auch die meisten seiner Mitglieder beheimatet. Es sind zum großen Teil Musikpädagogen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, auf möglichst hohem musikalischem und technischem Niveau zu konzertieren und sich dabei die große Freude am gemeinsamen Musizieren zu bewahren. Das Repertoire umfasst Werke vom Frühbarock bis zur Moderne. Bei Bedarf wird das Orchester durch Bläser erweitert.
  • Wolfgang Thiel, geboren 1951 in Berchtesgaden, aufgewachsen in Wiesbaden, studierte in Mainz Musikerziehung und Germanistik. Seit 1981 unterrichtet er Kinder und Jugendliche in den Fächern Violine, Klavier und Kammermusik an der Folkwang-Musikschule in Essen. Er leitet in Mainz Chöre und seit Anfang 2005 das Collegium musicale Bingen, dem er schon seit mehreren Jahren als Geiger angehörte.
  • Ursula Bohmeier-Brandt, geboren 1958 in Bingen, studierte in Mainz Musikerziehung für das Lehramt an Gymnasien. Nach dem Examen unternahm sie ausgedehnte Konzerttätigkeiten als Violinsolistin, leitete für einige Zeit die Musikschule Bingen und unterrichtet dort Violine und Klavier.
  • Anna Kogut wurde 1975 in Kiew, Ukraine geboren. Sie studierte dort an der berühmten Hochschule für Musik. Seit 2002 lebt sie in Deutschland und spielt seit 2003 im Collegium musicale Bingen mit.

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